Ooooo‘ Cebreiro

Ein hartes Stück Arbeit wartete heute auf uns, als wir uns anschickten den O Cebreiro zu erklimmen. Bereits auf den Weg nach La Faba ging uns der Arsch auf Grundeis. Nach kurzem Frühstück und fehlerhaften Informationsaustausch zwischen den Pilgern, das es ab jetzt einfacher werden wuerde, machten wir uns auf den 4 Kilometer langen Aufstieg. Die Aussicht war fantastisch und auch das Wetter war auf unserer Seite. Kurz vor dem Oertchen passierten wir als kleines Highlight des Tages die Grenze zu Galicien. Somit haben wir das letzte Teilstück des Caminos erreicht. Endlich!

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Und noch eine Grenze wurde heute bei mir überschritten. Nämlich die, an den man an den Punkt gelangt, wo man wieder nach Hause will. Ich wuerde es nicht Heimweh nennen, das wäre etwas zu weit gegriffen. Aber irgendwann hat man einfach Sehnsucht nach Nutella und Sex ;).
Übernachten werden wir heute in Hospital da Condessa. Ein kleines Bauernoertchen in dem es wieder einmal nur eine Bar und eine Herberge gibt. Da fällt die Auswahl relativ leicht. Unsere Ersatzfamilie haben wir diesmal auch nicht dabei. Zum einen mal ganz nett, aber zum anderen bemerkt man immer mehr, das es sich immer schwieriger gestaltet mit anderen Pilgern in Kontakt zu kommen. Das liegt zum einen an der Nationalität (mit Franzosen in Kontakt zu kommen ist bspw. quasi unmöglich) und zum anderen, das immer mehr Pärchen unterwegs sind. Auch fällt auf, das immer Leute nicht in der Lage sind das allseits beliebte ‚Hola, Buen Camino‘ anzuwenden, sobald man sich über den Weg läuft. Wie unhoeflich!! Diese Beobachtungen sind im Übrigen nicht nur uns aufgefallen, sondern auch den anderen Mitgliedern unserer Ersatzfamilie (dies nur als Anmerkung, falls einer denkt das es ja an uns liegen müsste).
Anyway… Für uns heißt es nun mal wieder bis 7 Uhr zu warten, um unser leckeres Pilgermenue zu loeffeln. Bin schon gespannt ob es heute Russischen Salat oder Maccaroni als Vorspeise gibt.. Beides koennte ich mittlerweile gegen die Wand schmeissen.

Buen Camino …

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Nachtrag: Es war noch ein sehr unterhaltsamer Abend mit zwei Damen aus Australien einem irren Engländer und fünf Deutschen. So muss das sein!

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