Pilgermesse in Santiago d. C.

Seit halb elf saßen wir heute in der Kathedrale und warteten darauf, das die Pilgermesse endlich anfängt. Um 12 Uhr war es dann endlich soweit und eine Nonne betrat das Podium und animierte die Kirchengaenger (von denen die meisten keine Pilger waren) dazu lautstark mitzusingen. Im Anschluss folgte die Aufzählung wieviele Pilger aus welchen Ländern kommen und worden sie gestartet sind. Danach noch die Predigt und ein kleiner Segen nach dem Abendmahl und die Show konnte beginnen. Mit Show ist gemeint, wenn die Schale mit dem Weihrauch von 6 Priestern mittels Seilzug durch die Kirche geschleudert wird. Irre!!!
Leider konnte ich davon keine Fotos machen, da ich die ganze Aktion mitgefilmt habe.

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Im Anschluss an die Messe fuhren wir noch ein wenig mit dem Auto an dem Weg entlang, den wir bis nach Santiago gelaufen sind. Dabei kamen beim Anblick der Pilger jede Menge Erinnerungen wieder hoch. Es war schon eine schöne Zeit muss man sagen und wir werden das Ganze schon sehr vermissen wenn uns der Alltag wieder einholt. Ist ja teilweise jetzt schon so… :'(
Anyway… wir fuhren also über Melide und Pallas de Rei nach Portomarin. Dort sassen wir in einer Bar und beobachteten die ankommenden Pilger auf der Suche nach einem Schlafplatz. Was uns allerdings auffiel war, das die Stadt um einiges leerer war als bei unserer Ankunft. Die Saison scheint wohl zu Ende zu gehen!
Naja, heute Abend gönnen wir uns noch ein richtiges Abendmahl und denn wird gesattelt für den morgigen Tag der Abreise.
Ankunft in Berlin um 22.35 Uhr mit AirBerlin von Mallorca. Wir erwarten Luftballons und Sekt…wenn nackte Frauen auf Tischen tanzen wuerden, waere das auch ok ;).

Buen Camino …
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Muxia – A Coruna

Allen Pilgern die sich mit der Idee herumtragen am Ende ihres Weges nach Finisterre zu laufen denen sei hiermit gesagt: Lasst es sein und geht nach Muxia!
Nicht nur das die Stadt ansprechender ist, sondern auch das es ein Wahnsinn ist wenn man sieht wie die Wellen auf die Felsen treffen.

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Ein kleines Video

Nachdem der Senior auch endlich seinen Cruz de Ferro – Stein aus seinem Rucksack gegrabbelt hatte, hat er diesen in den unendlichen Weiten der Brandung, dem Meer zurückgegeben… Was für ein emotional ergreifender Moment. Ich hatte fast Pippi in den Augen.
Im Anschluss fuhren wir nach A Coruna, einer Großstadt an der Küste. Beim Kauf einer deutschen Boulevardzeitschrift, ich sach jetzt nicht den Namen dieses Schmierblatts, stellte sich heraus, das die Zeitungsfrau 15 Jahre in Iserlohn gelebt hatte. Nach kurzem Schnack und einer Empfehlung, was wir uns noch ansehen muessten, zischten wir weiter in Richtung…ja wohin eigentlich!?

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Santiago d.C. !!!! :))))
Wir sind wieder da und haben auch gleich wieder ein Zimmer in unserem Shoppingcenterhotel bekommen. Nu geht es erstmal essen… und wo!? Natürlich da wo man weiß das es schmeckt! Ich sach nur Mc … 😀
Morgen sehen wir uns die Pilgermesse in der Kathedrale an. Die haben wir nämlich beim ersten mal verpasst. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich 2…

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Buen Camino …

Korrektur: Wir waren nicht bei Mc…. sondern in einem Bayrisch angehauchten Bierhaeusle und haben Weissbier mit Tortellini und Lasagne gefuttert… Very spanish, you know!

Santigo d.C. – Finisterre

Da der gestrige Abend ja nun leider nicht positiv für mich geendet hatte, was meine Verdauung angeht, entschieden wir den Weg nach Finisterre besser nicht auf eigenen Beinen zu beschreiten. Zudem regnete es mal wieder, wie bereits schon an den vergangenen Tagen. Die die mich kennen wissen, das man mich nur mit Gewalt in ein öffentliches Verkehrsmittel bekommt. Also sind wir zum Flughafen gefahren (ja mit dem Bus) und haben uns bei Hertz einen kleinen Peugoet gemietet für die letzten Tage. Nach gut 2 Std. und dem Kauf einer Strassenkarte hatten wir dann auch endlich den richtigen Weg nach Finisterre gefunden. Im nachhinein war es die richtige Entscheidung nicht zu gehen, da wir Beide merken, das die Luft und Antrieb nicht mehr so stark vorhanden ist wie vor Santigo.
In Finisterre, dem Ende der Welt (nach altem Pilgerglauben), sind wir auch gleich erstmal in Richtung Leuchtturm gewatschelt. Immerhin 3,5 km (Einweg). Schoen wenn man nach Tagen in der Meseta und gefangen in den Bergen Galiciens auf einmal offenes Meer vor sich hat.

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Achja, das Wetter spielte auch mit 🙂

Und als man noch gar nichts Böses ahnt, kommen unsere beiden Italiener inklusive Begona entgegen. Auf dem Weg um das Auto zu holen passierten wir noch Bak aus Südkorea, mit dem wir die Herberge in Leon gesucht hatten, Catherine vom Vorabend und Christine mit ihrer Pilgerfreundin. Das ist der Camino, man trifft sich immer wieder!

Buen Camino…

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Abends waren wir noch beim Italiener… die ständige Menueauswahl bei dem es immer das Gleiche gibt können wir nicht mehr sehen.