Santigo d.C. – Finisterre

Da der gestrige Abend ja nun leider nicht positiv für mich geendet hatte, was meine Verdauung angeht, entschieden wir den Weg nach Finisterre besser nicht auf eigenen Beinen zu beschreiten. Zudem regnete es mal wieder, wie bereits schon an den vergangenen Tagen. Die die mich kennen wissen, das man mich nur mit Gewalt in ein öffentliches Verkehrsmittel bekommt. Also sind wir zum Flughafen gefahren (ja mit dem Bus) und haben uns bei Hertz einen kleinen Peugoet gemietet für die letzten Tage. Nach gut 2 Std. und dem Kauf einer Strassenkarte hatten wir dann auch endlich den richtigen Weg nach Finisterre gefunden. Im nachhinein war es die richtige Entscheidung nicht zu gehen, da wir Beide merken, das die Luft und Antrieb nicht mehr so stark vorhanden ist wie vor Santigo.
In Finisterre, dem Ende der Welt (nach altem Pilgerglauben), sind wir auch gleich erstmal in Richtung Leuchtturm gewatschelt. Immerhin 3,5 km (Einweg). Schoen wenn man nach Tagen in der Meseta und gefangen in den Bergen Galiciens auf einmal offenes Meer vor sich hat.

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Achja, das Wetter spielte auch mit 🙂

Und als man noch gar nichts Böses ahnt, kommen unsere beiden Italiener inklusive Begona entgegen. Auf dem Weg um das Auto zu holen passierten wir noch Bak aus Südkorea, mit dem wir die Herberge in Leon gesucht hatten, Catherine vom Vorabend und Christine mit ihrer Pilgerfreundin. Das ist der Camino, man trifft sich immer wieder!

Buen Camino…

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Abends waren wir noch beim Italiener… die ständige Menueauswahl bei dem es immer das Gleiche gibt können wir nicht mehr sehen.

Was gestern geschah…

…nachdem also der Senior seine Urkunde hatte, tingelten wir noch ein wenig durch die Stadt, wobei wir immer wieder Leute aus alten Pilgertagen trafen. Cathy, eine Violistin aus Idaho die wir in Valle de Mazarife trafen, wollte eigentlich unter einem Bogen in der Nahe der Kathedrale spielen. Leider wurde ihr kleiner Auftritt durch eine Gruppe von Kommunisten zunichte gemacht, die vor dem Parador Hotel eine Demo abhielten. Ein bisschen lustig war es aber trotzdem.
Am Abend gingen wir noch ins Casa Manolo, einem netten Restaurant in der Altstadt, wo wir uns mit einer anderen Catherin aus Virginia verabredet hatten. Was wir nicht wussten war, das ein Haufen von Pilgern (allesamt englischsprachig) mit dabei waren. Es war dennoch ein sehr netter Abend, bei dem das gesamte Restaurant dem Senior, unter Begleitung einer kastellanischen Musikgruppe, ein Ständchen sang.
Der Abend war dann nicht mehr ganz so schoen für meine Gesundheit. Eine kräftige Magenverstimmung hielt mich für Stunden auf dem Klo fest 🙁

Buen Camino …

Santiago de Compostela (Senior’s B-Day)

Heute haben wir die Sache mal ganz ruhig angehen lassen, ohne Stress und ohne grosses Ein- Auspacken der Rucksaecke, Schlafsaecke und aller anderen Säcke. Nach kurzem Frühstück in unserem Shoppingcenter, zottelten wir los, des Seniors Compostela abzuholen. Leider machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung, sodass wir auf eine Alternative ausweichen mussten.

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Wir waren also beim Friseur 😀
Im Anschluss noch zwei Regenschirme gekauft und ab ging es Richtung Pilgerbuero.

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Santiago ist ja wirklich eine nette kleine Stadt, die man sich mal ruhig antun kann. Die Kathedrale ist zwar jetzt nicht unbedingt der Oberkracher, aber da es das Ziel der Pilgerbewegung ist, natürlich ebenfalls sehenswert.
Da wir heute noch mit dem Senior den Geburtstag feiern wollen, waren wir noch eine Kleinigkeit futtern. Tostas Parillada de Verduras! Hatten wir gewusst, das es vegetarisch ist, haetten wir etwas anderes genommen…

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mmh lecker..!

Ne, so schlimm war es nicht. War eigentlich sogar ganz lecker (wo war der McDonalds nochmal?).

Heute Abend treffen wir uns mit ein paar Pilgerfreunden aus Virginia zum Essen. Darauf freuen wir uns schon sehr, da wir sie das letzte mal in Logrono gesehen haben. I und Kai aus Japan (mein Fanclub) sind uns heute auch schon über den Weg gelaufen. Das war auch ein Highlight. Hierbei kann man übrigens von einem Zeichen sprechen, da die Beiden in dem Moment vorbeigehen, als ich zum Rauchen vor die Tuere des Friseur gegangen bin. Nu sacht mal was!

Buen Camino ….
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