Pintin – Sarria – Barbadelo – Portomarin

Nach dem Kaffee in Sarria ging es über Barbadelo, wo wir erst einmal die heimische Wirtschaft durch den Kauf durch Merchandisingartikeln angekurbelt haben, nach Ferreiros zum Mittagessen.

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Kurz vorher passierten wir jedoch einen der wichtigsten Meilensteine unserer langen Reise.

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Der Meilenstein suggeriert dem Pilger, das er von hier an nur noch 100 km zu gehen hat. Gemäß der deutschen Gruendlichkeit gingen wir jedoch auf Nummer sicher und sahen in unserer Reisebibel nach. Und siehe da, der Stein lügt! Es sind nämlich noch 105 km. Nicht das das nach 680 km eine Rolle spielt, aber Ordnung muss sein.
Wichtiger als der falsch positionierte Klumpen, ist hier die Landschaft zu erwähnen welche der englischen nicht ganz unaehnlich ist (damit sind die kleinen Steinmauern gemeint, die früher und auch heute noch die Felder abgrenzen):

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Angekommen sind wir gegen 18 Uhr in Portomarin. Zum ersten mal auf unserer Tour haben wir kein freies Bett in einer der vielen Herbergen bekommen. Muss wohl an den Peregrinos liegen, die sich noch schnell eine Compostela für ihre Bewerbung abholen wollen und daher nur die letzten 100 km laufen (in Spanien hat man damit wohl bessere Chancen einen Job zu kriegen, naja wers glaubt :).
Anyway…
Wir haben letztlich einen Platz in einer Pension bekommen für 38 €. Nicht billig, aber dafür eine super Dusche. Weiter haetten wir eh nicht gekonnt.
Wie es der Zufall so will, trafen wir hier in Portomarin fast alle die mit uns in Saint Jean gestartet sind. Das Wiedersehen kann man sich vorstellen…Viel Jubel und Umarmung… TOLL…
So, jetzt feiern wir erstmal alle das Wiedersehen…

Buen Camino …

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Ich habe keine Ahnung warum einige Leute ihre Unterhosen an ein Kreuz hängen müssen. Sachen gibt’s?!

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Hier ist der wahre 100 km Stein!!!

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Endstation Pintin

Nachdem wir Triacastela verlassen hatten, entschieden wir uns die nördliche Route über Sanxil einzuschlagen. Was wir nicht wussten war, das diese Route noch immer ein ständiges bergauf und bergab für uns parat hielt, aber auch eine wunderschoene Landschaft die sehr der botanischen ähnelt. Leider gab unser Reisealmanach keine genaue Auskunft darüber wieviele Kilometer es noch bis zur nächsten Herberge in Cuvur waren und um sicher zu gehen, das wir noch einen Schlafplatz für heute Nacht bekommen gingen wir zum erstenmal auf unserer Reise in eine Pension in Pintin. Man sollte gar nicht erst versuchen den Ort auf einer Landkarte zu finden,  das wäre die reinste Zeitverschwendung.

Buen Camino …