Herbergentipp

In Villar de Mazarife unbedingt in die Herberge „Refugio de Jesus“ absteigen und die Matratzen im Freien ausnutzen! Natürlich nur bei schönem Wetter! Ein Pool ist auch vorhanden und das Essen war Top!
Übernachtung kostet 5,-€, Pilgermenue 9,- € und das Bier 1,-€.
Zudem habe ich noch nie so gut durchgeschlafen…

Leon – Villar de Mazarife

Für heute stehen lockere 21,7 km auf dem Programm. Wir werden es wohl schoen locker angehen lassen. Jetzt frühstücken wir aber erstmal in Virgin del Camino.

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…und da man ja nie alleine bleibt am Camino, haben sich gleich ein paar gute Freunde zu uns gesellt..

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Albergue de Jesus. So lautet der Name unserer heutigen Schlafunterkunft. Als der Hospitaliere uns unser Quartier (Zimmer) zeigen wollte, fielen mir schlagartig die Matratzen auf, welche sich ausserhalb aber überdacht im ersten Stock des Innenhof liegen. Auf Nachfrage ob man denn auch draußen schlafen könne, gab der Hospi sein OK. Endlich werde ich meinen langersehnten Sternenhimmel sehen können, auf den ich schon so lange gewartet habe.

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Ab Leon sind heute zahlreiche neue Pilger hinzugekommen, sogenannte Newbies. Sehr leicht zu erkennen an den noch sauberen Schuehchen und der äusserst gepflegten Bekleidung. Alle anderen Pilger sehen aus, naja ich will nicht sagen wie Penner, aber man sieht ihnen bereits an wie egal ihnen die äussere Erscheinung ist.
So, nun werden wir aber ersteinmal wieder der Tradition unseren Tribut zollen und ein koestliches Bierchen die Kehle runterfliessen lassen 🙂

Buen Camino …

Von Religios nach Leon

Wer hat sich eigentlich einfallen lassen, den Camino entlang der Hauptverkehrsstrassen und Autobahnen entlangzufuehren. Nach rund drei Tagen sollte diese Frage ruhig einmal erlaubt sein. Zumal man sich wirklich fragt warum man eigentlich laufen muss und nicht mit dem Auto faehrt!? Würde man mit dem Auto fahren haette man auch nicht ständig Fliegen im Gesicht, sondern nur auf der Frontscheibe und koennte es den Bestien heimzahlen…hehe!
Anyway…wir sind angekommen.
Eingecheckt haben wir in einem ehemaligen Benedektinerkloster, welches zu einer Herberge ausgebaut wurde. Statt zu Viert mit zwei netten Damen müssen wir uns das Zimmer mit ungefähr 60 – 80 unserer männlichen Artgenossen teilen (Geschlechtertrennung :). Solche Kontraste kann auch nur der Camino bieten. Ganz toll war auch mal wieder die Einweisung eines der Hosteliere, der der Meinung war uns erklären zu müssen, wo wir unseren Schlafsack hinzulegen haben und die Schuhe hinzustellen hätten. Als waeren wir gerade den ersten Tag unterwegs. Ich wollte dem Knaben mal meinen vollgestempelten Pilgerpass unter die Nase halten, damit er mal weiss in wievielen Herbergen wir vorher schon übernachtet haben. Stattdessen hielt ich es aber für wichtiger ihm zu sagen, das er vielleicht mal lieber einen Intensiv-Englischkurs belegen sollte. Ich habe es auf Deutsch und Englisch versucht. Ohne Erfolg!!
So, was kann man über Leon sagen? Ist hübsch hier! Hübsche Kirche…äähhh Kathedrale!!! Ansonsten eine typisch von Touristen ueberlaufene Stadt mit allem was dazu gehört. Wir waren am überlegen hier einen Tag zu bleiben. Nachdem uns die zwei Bier aber 9,- € kosten, gehen wir morgen weiter.
Endlich haben wir aber mal wieder Silvio und Camelino getroffen. Unsere beiden Abbruzzenitaliener die uns hin und wieder mal ueber den Weg laufen. War ein schönes Wiedersehen. Hier noch drei Bildchen von Leon. Das grosse Album folgt bei unserer Rückkehr:

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Buen Camino …