Die Weite der Meseta..

Aus unserer idyllischen Herberge San Bol sind wir heute morgen gegen 7 Uhr gestartet. Es war mal etwas anderes direkt in der freien Natur zu stehen und nicht erst durch ein Dorf oder eine Stadt krauchen zu müssen. Über Hontanos ging es weiter über die Weite der Meseta. Ich hasse es wenn unser Wanderfuehrer ständig Recht hat. Die Meseta verfügt wirklich über keinen Schatten oder Baum unter den man sich mal stellen könnte. Stattdessen wird man ständig von Fliegen genervt, die sich die daemlichsten Stellen zum Verweilen aussuchen. Vorzugsweise im Gesicht!
In Ivo de la Vega einem kleinen Kaff in dieser Einoede sind wir letztlich in einer Herberge abgestiegen, die von moechtegern Alternativos geführt wird. Sauberkeit wird hier leider klein geschrieben. Es ist ja zum Glück nur für eine Nacht und ich und der Senior haben vielleicht das Glück, heute ein Zimmer für uns alleine zu haben. Mal sehen.
Ansonsten sind die Leute die solche Laeden führen wie fast überall, unfähig der englischen Sprache und dem Begriff Buesinessfuehrung. Naja, Dorfies halt…
Aber kiffen koenn se wie ich gerade feststelle…
Wettermaessig kam es heute zu einer rapiden Änderung. Ausgerechnet wenn man die ganze Zeit durch die Sonne latscht werden es knapp 30 Grad. Das ist doch was, oder!?

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Heute nur ein Foto, weil es hier überall gleich aussieht. Das richtige Fotoalbum wird dann ja sowieso noch fertiggestellt wenn wir wieder da sind…

Buen Camino …

Nachtrag: Upps, das Foto war von gestern…sorry..aber hier sieht eh alles gleich aus! 😉

Burgos – San Bol

Eigentlich war unser Hauptziel für heute Hontanos. 31 km entfernt von Burgos. Mir machte meine Achillesseene am linken Fuß sehr zu schaffen. Ein ständiger  Druck meiner Stiefel zwang mich ständig dazu eine Pause einzulegen. In Horillos kam dann Francesco ein netter uriger Typ aus Italien auf mich zu und bat mir eine Massage an. Nachdem er einige Akkupressurpunkte an meinem Fuß durchgeknetet hatte ging es dann auf einmal wieder. Dennoch sind wir die eigentliche Distanz nicht durchgelaufen sondern blieben in der Herberge San Bol in der Steppe der Meseta. Die Herberge liegt in absoluter Abgeschiedenheit jeglicher Besiedlung. Kaum zu finden wenn man nicht weiß wonach man suchen muss. Waschen kann man sich am Brunnen. Elektrik gibt es nur 2 Std. lang Tag…es ist genial. Dem Hospitalero habe ich dann auch gleich erstmal geholfen, das wir überhaupt Wasser haben. Als wir hier ankamen ging irgendwie nichts. Es war aber nur ein Ventil vom Wassertank abgedreht. No Problem für einen alten Gas-Wassermann wie mich.
Ich hoffe, das ich heute endlich mal einen richtigen Sternenhimmel zu sehen bekomme. Dann wäre der Ort perfekt.
Kennengelernt haben wir hier ein französisches Pärchen von dem man sich mal wieder wundert wer alles den Camino läuft. Er sieht aus als wuerde er in einer Rockerbar als Rausschmeisser arbeiten und sie als wuerde sie alle Shops des Champ Ellysee kennen, weil sie die beste Kundin ist. In Wahrheit läuft er den Weg bereits das 17. Mal. Surprise Surprise!

Ich denke hier zu bleiben in dieser Abgeschiedenheit, war die beste Idee seit Langem. Nur der ständige Wind und die Fliegen nerven etwas..

Buen Camino ..

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Nachtrag: Ich habe einen Fanclub. Die zwei japanischen Schwestern die wir immer wieder mal treffen wollten gestern unbedingt ein Foto mit mir, weil sie sehr grosse Fans von mir sind. Keine Ahnung warum!?

Ages to Burgos …

Trotz eines recht sueffigen Abends, sind wir heute morgen ganz gut aus den Betten gekommen. ‚Rochos‘ heisst das Zeug was uns Duell Nacht gut durch die Nacht gebracht ohne das wir mit einem Kater aufgestanden sind.
Kurz vor Burgos trafen wurde auf eine Gruppe von Berliner Bikern, die bereits eine lange Tour durch  Frankreich und Spanien hinter sich hatten. Nach kurzem Plausch und ein paar Fotos ging es weiter in die City.

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Ratet mal wo wir heute Essen waren…

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🙂

Um etwas Kultur in unseren achso oeden Pilgeralltag zu bringen, gingen wir heute in die Kathedrale von Burgos. Ich will es mal so ausdrücken: Es war einer der Höhepunkte auf unserer Reise nach Santiago. Ich habe so etwas Schönes schon lange nicht mehr gesehen. Von aussen wie von innen einfach der Hammer. Hier ein kleiner Eindruck:

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Als kroenenden Abschluss des heutigen Tages sitzen wir in einer Chocolaterie und geniessen Chocolate con Churros … Kleiner Geheimtipp unserer spanischen Pilgerin Begona. Gracias …

Buenos Camino..