Los Arcos nach Logrono..

Unglaubliche 29 km standen heute auf unserem Tacho. Keine Ahnung wie wir das geschafft haben, aber wir haben es getan. An meinen Fuessen haben sich ein paar kleine Blasen eine neue Heimat gesucht.
Zwischendurch kamen wir durch Vienna, eine schöne kleine Stadt mit viel Atmosphäre, die sich gerade auf eine Fiesta vorbereitet hatte. Der Senior hat sich gleich erstmal, und ich auch, ein kleines Bier gegönnt. Hier in Logrono liegt er derzeit in der Falle und schläft seinen Rausch aus. Naja, vielleicht ist er auch einfach nur so erledigt wie ich. Hier in der Herberge trafen wir auch gleich wieder eine alte Quatschtante, die uns bereits auf unserer letzten Station den Sinn des Camino erklären wollte. Tja, ick würde mal sagen sie hat’s nicht jeschafft. Die gehört zu den Typen, die wenn man auf einen Kaefer tritt, es irgendeine Bedeutung haben muss. Hat es ja auch. Man kriegt den Mist kaum dem Schuhprofil rausgepopelt.
Zum Glück gibt es auf der Tour nicht all zu viele von solchen Typen.

In unserer Herberge in Los Arcos war die Fassade voll mit esoterischen Sprechen dekoriert, wie beispielsweise: Lebe das Leben…bla bla. Einer hatte mir jedoch am besten gefallen, den ich hier wiedergeben möchte:

Haste Scheisse am Schuh,
haste Scheisse am Schuh!!!

So, Zeit für das Peregrino Menü…

Buen Camino…

Nachtrag:
Abends beim Essen trafen wir noch Kate und Jim, ein Ehepaar aus Virginia. Zusammen hatten wir noch einen sehr lustigen Abend. Jim war früher mal Navypilot und hat im Anschluss daran als Attache gearbeitet. Sehr interessante Type.

Estrella – Los Arcos

Heute haben wir die überfüllten Herberge recht früh verlassen. Um 6.30 Uhr ging es für uns auf den Weg. Mein linker Fussballen begann bereits recht früh sich zu Wort zu melden. In Ayegui waren wir etwas frühstücken und wurden von jeder Menge Katzen belagert. Natürlich gaben wir den kleinen Scheissern etwas von unserem Mahl ab. Schliesslich sind wir Pilger.
Nach dem Frühstück kam ich, der Junior, kaum noch aus dem Stuhl hoch. Mein linker Oberschenkel machte mir im weiteren Verlauf mächtig Probleme. Ich nehme mal an, das ich einen kleinen Muskelfaserriss habe. Nicht schon, aber wat willste machen. Hier in Los Arcos haben wir in der Herberge Casa del Austria eingecheckt. Sieht aus wie eine kleine Hippiekommune, aber nicht übel. Getroffen haben wir in dem Ort viele Akte Bekannte der letzten Tage. Darunter auch unsere zwei Italiener (Silvio + Camino). Die wollten uns zum Spaghettiessen einladen, aber der Supermarkt öffnet erst um 19.00 Uhr.
Schade…
So Feierabend. Buen Camino…

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Von Obanos nach Estrella…

War das ein heißer Gang. Bei ca. 35 Grad quälten wir uns über die huegelige Landschaft der Navarra. Und die hat wirklich nicht viele Bäume als Schattenspender. Nach kurzer Überlegung ob wir einen Ort vor Estrella in Vialaltuerta absteigen sollen, entschieden wir bis nach Estrella zu gehen.
Hier sind wir in einer Herberge für Studenten abgestiegen. 14 Betten auf gerade einmal 20 qm. Das machen wir bestimmt nie wieder den Fehler. Anyway.. Wir haben gegessen und versuchen uns etwas für den morgigen Lauf nach Los Arcos vorzubereiten. Bis zu dem eigentlichen Zielort Torres del Rio werden wir es sicherlich nicht schaffen. Bis dahin sollen es 29 km sein. No Way…