Camino Mozarabe & Torres

Start & Meckern lohnt sich

Um 3:40 Uhr war die Nacht für mich vorbei. Ich zog mich an, verabschiedete mich von meiner Frau und machte mich bei eisigen -3 Grad auf den Weg zum Bahnhof. Um 7 Uhr startete der Flieger schließlich pünktlich vom BER in Richtung Madrid. Nach einer Umstiegszeit von etwa zweieinhalb Stunden ging es weiter nach Almería. Hier angekommen wartete ich an der Bushaltestelle und wartete zusammen mit einem netten Herren, der mir versuchte mitzuteilen, das der Bus gleich kommen würde. Zeit ist bekanntlich relativ, aber nach 30 Minuten hat es mir dann doch greicht und ich nahm ein Taxi zum Hotel.

Hanne erwartete mich bereits vor Ort und erzählte, dass ein befreundetes Paar aus Murcia, das sie nach Almería gefahren hatte, ebenfalls noch eine Nacht bleiben würde – und dass wir gemeinsam essen gehen wollten. Das klang schon mal vielversprechend, dachte ich mir… und genauso kam es dann später auch.

Zunächst checkte ich im Hotel Exe Almería Centro ein und erhielt ein Zimmer im zweiten Stock. In der Hoffnung, etwas Schlaf nachzuholen, legte ich mich kurz hin, denn der lange Tag steckte mir spürbar in den Knochen. Doch daraus wurde nichts: Auf dem Flur lieferte sich das Personal lautstarke Diskussionen, meine Nachbarn stellten die hellhörigen Zwischenwände auf die Probe, und schließlich bemerkte ich auch noch, dass sich mein Zimmer direkt über zwei typisch spanischen Bars befand, vor denen sich die Gäste angeregt und nicht gerade leise unterhielten.

Nach zwei Stunden gab ich auf und ging zurück zur Rezeption, um nach einem anderen Zimmer zu fragen. Das klappte erfreulich unkompliziert – nicht zuletzt, nachdem ich mich mit dem Mitarbeiter über den Anlass meiner Reise unterhalten hatte. So bekam ich schließlich ein schönes, großes Doppelzimmer mit geräumigem Bad und vor allem: herrlicher Ruhe.

Gute Nacht.

Den Tag darauf verbrachten Hanne und ich in Almeria: