Camino Mozarabe & Torres

19 | Dann laufe ich halt alleine weiter ….

…oder auch nicht. Mit Tiziano fuhr ich heute früh im Taxi bis nach Cerro Muriano, wo wir uns in der nächsten Bar haben absetzen lassen. Nach einem ordentlichen Frühstück (Tostada Mermelada y Manteca. Wichtig, die Butter muss man immer mitbestellen), liefen wir Richtung Villaharta mit kurzem Zwischenhalt in El Vacar, wo es gleich 3 Bars gibt die alle geöffnet hatten. Einfach unglaublich 😃 angesichts dessen, das ich vorher durch weitaus größere Dörfchen/ Städtchen lief, in denen nix offen hatte. 🤔

2 km vor Villaharta, hielten wir an einem kleinen Häuschen an, in der es frisches mineralhaltiges Wässerchen direkt aus der Quelle geben sollte. Zwei Pärchen, welche mit einem dicken SUV ebenfalls die Quelle besuchten, waren bereits vor uns dort und quasselten mit Tiziano (der natürlich auch Spanisch spricht), was das Zeug hält. Am Ende verabschiedeten wir uns voneinander, nur um uns in der ersten Bar des Dorfes wiederzutreffen. Man lud uns gleich einmal auf ein Glas Sprudelwein und Käse mit Kräckern ein und das Gesabbel ging weiter. Mit herzlicher Verabschiedung, inkl. Drücken und Küsschen der Damen und Schulterklopf-Handshake der Herren, suchten wir die Herberge. Unterwegs fing uns jedoch eine junge Dame des Rathauses ab, welche uns ins örtliche Büro zittierte um die Registrierung vorzunehmen. Überraschend war, das sie ein perfektes Englisch sprach, was angesichts der ländlichen Einöde äußerst selten ist.

In der Herberge trafen wir Genevieve wieder, die bereits ihr Mittagessen vorbereitet hatte und am futtern war. Hier warten wir nun, das der Supermarkt um 18 Uhr öffnet, damit wir etwas zu Essen kaufen können. Morgen werden wir nur 16,5 km bis zur nächsten Herberge laufen, wo es Dinner und Frühstück geben soll. Andernfalls stünden morgen 34 km auf dem Programm. Das muss man sich nicht antun.