Camino Mozarabe & Torres

Immer derselbe Mist

Als wir heute früh um 7 Uhr von Moclin aufgebrochen sind, war uns schon bewusst, das wir die ersten 10 km ohne etwas zu frühstücken zurücklegen müssen.

Zuerst ging es für uns steil bergab, runter vom Berg, den wir gestern erdt erklommen hatten. Meine Knie haben sich gefreut. Dann wurde es etwas hügeliger bis zum einzigen Zwischenstopp in Ermita Nueva, wo sich die einzige Bar auf dieser Etappe befand. Zu unserer Nicht-Überraschung war diese natürlich geschlossen. Ausgerechnet und nur am Dienstag. Wir knabberten also unsere paar Nüsse aus dem Rucksack und liefen weiter.

Heute liefen ich und Hanne unabhängig voneinander. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, das wir ein völlig unterschiedliches Tempo haben. Für mich ist es an der Zeit meinen eigenen Rythmus beim Laufen zu finden.

In Alcala de la Real angekommen, lies ich Revue des heutigen Tages passieren. Bis auf den morgendlichen Abstieg vom Berg, welcher unglaublich schöne Aussichten bot, war der Rest einfach nur langweilig und kräftezerend. Es ging kilometerweit über Felder und durch Olivenhaine, welche kaum Abwechslung fanden. Wenn man das Ganze dann auch noch ohne Inhalt im Magen ertragen muss, geht die Laune ganz schnell bergab.

Hanne hatte heute für uns die Unterkünfte organisiert. Ich schlafe im Hotel Zacatin und sie im Casa Marisa, einem Hostal.

Am späten Nachmittag haben wir noch ein paar Besorgungen für morgen gemacht und versucht ein Restaurant zu finden, welches uns verköstigt. Gar nicht so einfach, da viele auch hier Dienstags geschlossen haben. Als wir dann dachten wir hätten was, wurde uns einmal mehr klargemacht, das wir uns in Spanien befinden und die Küchen erst um 8 Uhr öffnen 🤯.

Eigentlich Schlafenszeit für Pilger.