Die Hölle auf Erden
Ich fasse die letzten beiden Tage hier mal zusammen, denn gestern war ich schlichtweg zu erledigt um noch schreiben zu können.
Von Las Peza ging es gestern für mich 30 km bis nach Quentar. Normalerweise sind es nur 27 km, jedoch ergeben sich die +3 km mit dem kleinen Umweg über ein Dörfchen namens Tocon, welchen ich für einen Zwischenstopp gemacht hatte um dort etwas zu essen und zu trinken. Das war auch gut so, andernfalls wäre ich zusammengebrochen.
Über die gesamten Kilometer ging es fast nur steil bergauf, bis dann am Ende ein immer steilerer Abstieg auf einen wartete. Landschaftlich war die Etappe äußerst beeindruckend. Imm wieder konnte man die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada sehen und genießen. Unglaublich. Immer öfter blieb ich stehen um mir diese Kulisse ins Hirn einzubrennen, wohlwissend das es Fotos nie so dargeben können. Allerdings sei jedem der diese Strecke nach mir laufen möchte gesagt, das ihr es nicht unterschätzen solltet. Ich hatte Sonnenschein und ca. 16°C. Ich möchte nicht wissen, wie es bei 25-30°C sein würde. Ich jedenfalls, kam völlig erschöpft in Quentar an, wo Hanne bereits in einem Cafe auf mich wartete. Bevor ich den Kellner beim reinkommen begrüßte, orderte ich ein Bier. Ist mir vorher auch nicht passiert.
Heute ging es dann weiter in die Großstadt Granada. 16.5 km bei 20°C Sonnenschein und ebenfalls heftiger Steigungen. Hanne hatte mir bereits beim Frühstück gesagt, das sie die Strecke nicht laufen würde und den Bus nimmt. Ihre kleinen Zehen machen ihr immer mehr zu schaffen und sie wollte in Granda endlich eine Lösung finden, sowie ihre vergessenen Wanderstöcke und andere Utensilien einkaufen. Daher lief ich alleine, wie so oft. Ehrlich gesagt hätte ihre Kondition das auch nicht geschafft und wenn man es weiß oder sich eingesteht ist es besser den Bus zu nehmen.
In Granada angekommen erwartete mich die nächste Hölle: Touristen. Wenn man die ganze Zeit alleine ist, ist es heftig in so einen Trubel klarzukommen. Egal, morgen legen wir einen Ruhetag ein und erholen uns von den Strapazen der letzten Tage. Ich habe es jetzt auch nötig.







































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