Camino Mozarabe & Torres

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    Die Hölle auf Erden

    Ich fasse die letzten beiden Tage hier mal zusammen, denn gestern war ich schlichtweg zu erledigt um noch schreiben zu können. Von Las Peza ging es gestern für mich 30 km bis nach Quentar. Normalerweise sind es nur 27 km, jedoch ergeben sich die +3 km mit dem kleinen Umweg über ein Dörfchen namens Tocon, welchen ich für einen Zwischenstopp gemacht hatte um dort etwas zu essen und zu trinken. Das war auch gut so, andernfalls wäre ich zusammengebrochen. Über die gesamten Kilometer ging es fast nur steil bergauf, bis dann am Ende ein immer steilerer Abstieg auf einen wartete. Landschaftlich war die Etappe äußerst beeindruckend. Imm wieder konnte man…

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    Mal überlegen…

    … was heute so passiert ist!? Guadix haben wir so gegen 7.30 Uhr verlassen. Danach ging es durch sehr schöne Canyon und Höhlenlandschaft hindurch bis nach Purullena, wo wir frühstückten. Im Anschluss dann weiter über Marchal, welches wegen seiner Höhlenhäuser von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt ist, bis nach Los Banos. Hanne entschied sich, lieber eine Taxe bis nach Las Penaz zu nehmen, was ehrlich gesagt auch die bessere Entscheidung war. Ich lief die letzten 10 km meistens bergauf weiter und traf zwischendurch auf Juan, ein spanischer Pilger der bis nach Granada seiner Heimatstadt läuft. Zusammen machten wir die letzten 3 km bergab nach Las Penaz und unterhielten uns mit…

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    Der Grund des Meeres

    Also wenn man so wie ich durch die Landschaft am Rande der Sierra Nevada läuft, hat man wirklich das Gefühl, man befände sich auf dem Grund des Meeres. Eigentlich ist es ja auch mal so gewesen, bevor sich die Kontinentalplatten erhoben haben (…oh, wat bin ich schlau)! Naja, nach einer sehr kalten und durchwachsenen Nacht, brachen wir gegen 7.30 Uhr in Huejena auf in Richtung Guadix. Die Nacht brachte einmal mehr kalte Temperaturen von morgendlichen 6°. Wir liefen 5 km bis nach Jerez del Marquesado und uns erwartete kurz vor Ankunft ein ordentlicher Ab- und Aufstieg. Oben angekommen gönnten wir uns zuerst einmal ein kleines Desayuno (Frühstück). Von hier aus…

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    Clint Eastwood

    Um 7 Uhr verliessen wir unsere Unterkunft, nachdem wir unseren ersten Kaffee intus hatten. Wir liefen eine kleine Schleife um zu vermeiden, 1,7 km bis nach Hueneja zurücklaufen zu müssen. Wie gestern mit Hanne besprochen, lief ich voraus und überlies sie, aufgrund ihrer Geschwindigkeit, etwas ihrem Schicksal. Als ich an einem Punkt mal wieder meine kleine Drohne austestete, kam es mir jomich vor, das sie nicht kam. Ich nutzte meinen Drohnenflug dazu sie zu suchen, konnte aber nix sehen. Also schrieb ich sie via WhatsApp an und fragte, ob sie den Pfeil gesehen hat, der nach links zeigte. Nope. Einige Zeit später befand sie sich wieder auf dem richtigen Weg…

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    Nö nö nö… hier wird gepilgert

    Um 8 Uhr traf ich mich, nach einer sehr kalten Nacht, mit Hanne zum Frühstück. Das Zimmer in dem ich schlief hatte zwar nur ein Fenster, aber das war genauso gut als wäre keines eingebaut gewesen. Es zog aus allen Ecken und in der Nacht zog ich dann sogar meine Daunenjacke an. Das ich keine Erkältung habe ist ein Wunder. Wir brachen dann auch gegen neun auf und verliefen uns gleich zwei Mal, bis wir endlich Abla verlassen hatten. Der Weg bis nach Finana war angenehm und die Sonne wärmte nicht nir unsere Herzen sondern vor allem unsere unterkühlten Körper. Das es kalt geworden war, sah man vor allem an…