Camino Primitivo

Zurück zum Pilgern

Nach meinem gestrigen Beitrag sollte ich wohl mal wieder zum eigentlichen Kern des Jakobsweges zurückkehren und ein wenig über das Pilgern an sich schreiben, oder?

Heute sind wir – also Edu und meine Wenigkeit – stolze 31 km von Llanes bis nach Ribadesella gewandert. Ich bin zwar immer noch etwas verschnupft und die Atmung fällt mir bei den Aufstiegen noch schwer, aber ansonsten ist es eigentlich sehr gut gelaufen. Die Strecke an sich hat uns hervorragend gefallen: Endlich konnten wir längere Abschnitte auf Schotter- und Feldwegen zurücklegen, anstatt immer nur auf Asphalt zu marschieren. Auch an grandiosen Aussichten ließ es der Weg an nichts fehlen.

Um Punkt 16 Uhr sind wir angekommen und haben uns vor dem Einchecken erst einmal ein Bier und eine Kleinigkeit zu essen gegönnt. Für mich gab es frittierte Calamares und für Edu einen kleinen Miniteller mit Anchovis. Meine Calamares stammten eindeutig aus der Tiefkühltruhe und kosteten stolze 11 €, während der „Kinderteller“ Anchovis sogar mit 12 € zu Buche schlug. Ich mache es kurz: Es war wieder einmal ein totaler Reinfall. War Spanien nicht eigentlich mal berühmt für seine Küche? Aber wo versteckt sie sich?

Wir haben uns nun eine Empfehlung vom Chef unserer Pension „Arbidel“ geben lassen und hoffen inständig, dass wir heute Abend noch etwas Anständiges zwischen die Zähne bekommen. Jetzt ist aber erst einmal die „Sanierung“ meiner Füße und Schultern angesagt. Mir tut wirklich alles weh und ich bin völlig erledigt.