Cacabelos – Ambasmestas

Was für eine Nacht! Da freut man sich über eine Zweibettkabine und geht sich im Anschluss gegenseitig auf den Sender mit dem Geschnarche. Der Senior präsentierte mir heute früh sogar ein Video als Beweis dafür, das ich ebenso die Bandsaege betreibe wie er :(.
Anyway…
Um 7 Uhr ging es auf die Piste in Richtung Villafranca del Bierzo. Eine sehr schoene alte Kleinstadt mit Burgen und jeder Menge Kirchen. Kann man sich mal antun. Nach einem ausgiebigen Fruehstuecksmal bestehend aus zwei Kaffee Americano und abgepackten Croissants mit Marmelade (Gott waren die Scheisse), begaben wir uns Stadtauswärts als ich feststellen musste, das unser Reiseführer zwei Routen bis nach Trabadelo anzubieten hatte. Also nochmal zurück in die Stadt und den richtigen Abzweigung genommen! Der Weg wird im Reisealmanach als ‚Der harte Weg betitelt‘. Wer waeren wir, wenn wir diesen nicht nehmen wuerden! Nach einem erwartet 1 Stunde andauernden Aufstieg und noch einer Stunde gemaechlichem Wandern, kamen wir, zusammen mit einer neuen Pilgerbekannten aus Neubrandenburg, in ein kleines Dorf Namens Pereje. Als wir in die Bar kamen stürmte der Senior gleich erstmal auf das dortige Oertchen, nur um festzustellen, das er nach Verrichtungen des Geschäftlichen keine Spuelung hatte um das Gleiche abzuschließen. Nunja, auch dieses Problem konnte später dank der Hilfe Einheimischer, ich sach mal, hinfortgespuelt werden :D.
Im Anschluss machten wir uns auf den Weg nach Trabadelo, wo wir die Verwandten eines Bekannten meines Schwagers treffen sollten / wollten. Leider wussten diese nicht wer wir waren und ein Zimmer in ihrer kleinen Pension war auch nicht mehr zu bekommen. Daher tranken wir zwei Cerveza und schickten uns an die nächsten vier Kilometer bis nach Ambasmestas zu laufen. Unterwegs trafen wir, wie sollte es anders sein, Begona samt Familie und unsere zwei Italiener. Also war die Familie wieder beisammen.
Das schoenste am heutigen Tag war die Aussicht über die Landschaft nach erreichen des Gipfels und der Weg durch einen Kastanienwald welcher als besonders sehenswert in unserer Reisefibel deklariert war. Allen nachfolgenden Pilgern sei dieser Abschnitt der Tour besonders ans Herz gelegt! Die Bilder werden sachgerecht, da mein Akku unterwegs das zeitliche gesegnet hat :(.

Buen Camino …

Molinaseca – Cacabelos

Nach einem äusserst sueffisantem Abendmahl und einer leicht kühlen Nacht, stiefelten wir heute gegen 7 Uhr katerlos ins Morgengrau. Zuerst befanden wir uns noch im Slowmotionmodus um erst einmal den Motor warm zu bekommen. Nach einer halben Stunde schalteten wir dann aber den Sportgang rein und begannen damit, das niedere Pilgervolk zu überholen. Das ging etwas eine Stunde lang gut. Dann brauchten wir ’ne Tankfuellung in Form eines Kaffees und eines Croissants. Schwupps hatten uns die Kontrahenten schon wieder eingeholt. Das ganze aehnelt manchmal dem Boxenstop bei der Formel 1, daher heute mal diese kleine Anekdote. Ist wie bei Vettel wenn er von Pole startet und dann mit Motorschaden ausfällt ;).
Unser Motor viel heute bei Kilometer 22 aus in Cacabelos. Zuvor waren wir mit unseren Leuten aber Mittagessen in Fuentas Nuevas. Es gab Huehnchen und Salat satt und verdammt lecker. Lustig war es ausserdem und am Ende betrug die Rechnung gerade einmal 24 € für alle. Wenn das mal nix ist. Hier in Cacabelos steckten wir in eine von der Kirche aufgebaute Herberge ein mit dem klangvollen Namen ‚Santuario de Landstraße Quinta Augusta‘. Das besondere hierbei ist, das die Wohnlichkeiten um eine Kirche herum gebaut wurden und man in Zweierkabinen naechtigt. Ist toll gemacht und kostet auch nur 5 €. So macht das Pilgerleben doch wieder Spass, wobei ich sagen muss, das alle Herberge die wir bisher hatten allesamt ok waren.
So, jetzt ist Stadtbesichtigung angesagt und später oder morgen mehr..

Buen Camino …

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Ich habe zwischendurch mal meinen Rucksack mit dem Gefährt von Camelino getauscht. Das nächste Mal laufe ich auch mit so einem Ding!

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PS: Hier noch ein besonderer Gruss an die Heimat:
Hallo Herr Bock, Happy Birthday und alles Gute vom Camino 🙂

Italienischer Abend

Als kroenenden Abschluss des heutigen Abends, haben unsere beiden Italiener für uns alle gekocht. Begona, unsere amerikanisch-spanisch-italienisch und deutschsprechende Freundin hatte heute überraschenden Besuch von ihrem Sohn inklusive Schwiegertochter bekommen. Das war vielleicht was. Die beiden werden den Rest des Caminos mit ihr zusammengehen…eine tolle Sache, wenn man sich überlegt, das die Beiden extra aus den USA kommen. Jetzt sitzen wir alle zusammen bei der dritten Flasche Wein und begiessen ersteinmal die ganze Geschichte.

Salute …