Von Guillena nach Castilblanco de los Arroyos
Meine Nacht war ziemlich durchwachsen. Wir schliefen bei offenem Fenster, und da unser Zimmer zur Straße hinaus lag, hörten wir jedes einzelne Auto – vor allem aber die vorbeirauschenden LKW. Außerdem war es bei offenem Fenster etwas frisch, aber immer noch besser, als im eigenen Saft zu liegen.
Gegen 7 Uhr schaltete Paul das Licht ein – zum Glück, denn sonst hätte ich vermutlich bis 10 Uhr mit meiner Schlafmaske weitergeschlafen.
Nach einem kurzen Blick auf das bereitgestellte Frühstück unseres Herbergsvaters zogen wir ernüchtert weiter. Doch schon nach etwa 300 Metern überprüfte Paul sein Gepäck und stellte fest, dass seine Sonnenbrille fehlte. Zu seinem Glück musste auch ich feststellen, dass ich etwas vergessen hatte – nämlich den Schlüssel für die Eingangstür der Herberge.
Also kehrten wir um. Ich schloss die Tür auf, legte den Schlüssel an der Rezeption ab, und Paul fand seine Sonnenbrille wieder. Nun konnte es endlich losgehen.
Vorher gönnten wir uns jedoch noch ein ordentliches Frühstück in der Nähe: einen anständigen Café Americano und Tostadas mit Jamón und Tomate. Als wir Guillena verließen, ging gerade die Sonne auf und bescherte uns einen herrlichen Start in den Tag.
Von den heutigen 18 Kilometern führten rund 15 durch unbewohntes Gelände mit wunderschöner Flora und Fauna. Nur die letzten Kilometer legten wir auf einer asphaltierten Straße zurück, bis wir schließlich Castilblanco erreichten.
Nach einem kleinen Bier in einer Bar am Ortseingang und einem freudigen Wiedersehen mit unserem irischen Freund Furgel (ich hoffe, der Name ist richtig geschrieben), gingen wir in die Albergue Municipal. Anschließend kehrten wir noch in einem nahegelegenen Lokal ein, um etwas zu trinken und zu essen.
Dort trafen wir auch Hanni aus den Niederlanden. Nach einem kurzen Kennenlernen schmiedeten wir gemeinsam Pläne für den nächsten Tag: Wir wollen die ersten zehn Kilometer unserer Etappe mit dem Taxi überbrücken, da diese ausschließlich über Asphalt führen, und anschließend die restliche Strecke durch – hoffentlich – einen schönen Naturpark wandern.
Ein guter Plan. Ich hoffe, er geht auf.













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