Via de la Plata

7.12 Uhr ab Villafranca & Shithole

Ich Paul und Fergil hatten heute früh einen Termin für den es für uns galt etwas früher aus dem Bett zu kommen. Gegen 6.45 Uhr hatte ich mich auf dem Vorplatz unserer Herberge verabredet. Wozu? Na um den Zug von Villafranca nach Almendralejo zu bekommen.

Gestern Abend saßen wir beim Bier zusammen und überlegten, wie wir die heutige Strecke angehen sollen. Uns standen eigentlich nur 2 Möglichkeiten zur Verfügung um das heutige Ziel in Torremejia zu erreichen. 28 km durch absolute Ödnis laufen, wovon 16 km eine einzige gerade Linie sind, oder mit dem Zug 8 min. bis nach Almendralejo fahren und von dort aus nach Torremejia zu laufen, was ungefähr 15 km von dort entfernt ist.

Wir entschieden uns letztlich für Variante 2 und fuhren um 7.12 Uhr mit dem Zug los. Am Vorabend hatten wir uns noch die Tickets online über die App Rome2rio besorgt.

In Almendralejo angekommen frühstückten wir im Bahnhofs-Café und machten uns auf die Reise in die wohl absolut hässlichste „Stadt„ Spaniens. Torremejia ist eine Ansammlung von Häusern und einer Hauptstraße. Auf den Straßen befinden sich keine Bäume oder Pflanzen und der ganze Ort sieht einfach nur trostlos aus.

Wir suchten zuerst das Hostel Milenium auf, welches jedoch erst gegen 12 Uhr öffnet. Gegenüber befand sich eine Bar in der wir die Zeit tot schlugen. Gegen 13 Uhr, das Hostel wurde noch immer nicht geöffnet, rief ich die Telefonnummer an der Tür an und fragte nach Einzelzimmern. Da dies verneint wurde bedankte ich mich und wir fragten den älteren Herren der unsere Tische abwischte, ob er noch ein Zimmer frei hätte, da im Fenster ein Schild mit der Aufschrift Habitaciones hing. Er brabbelte uns in spanisch zu, öffnete den Kofferraum seines Q3 und fuhr uns in eine Seitenstraße. Wir standen plötzlich in der Herberge Rojo Plata und waren etwas irritiert, da wir zwar eigentlich nach Einzel- bzw. Doppelzimmer gefragt hatten, aber er uns ein komplettes Zimmer mit eigenem Bad und 2 Duschen zuwies.

Jetzt versuchen wir die Zeit totzuschlagen bis 18 Uhr, da dann erst die Geschäfte wieder öffnen und das Kaff hoffentlich zum Leben erwacht.

Achja, das Shithole im Titel dieses Blogs stammt nicht von mir, sondern von Paul, der während unseres Spaziergangs durch die Stadt immer wieder dieses Wort wiederholt hat.